Nach den beiden großen Erfolgen „Hier trinkt man „Köppelchen“ im Jahr 2005 und „Mit der ,Bottertram’ nach Vaals“ im Jahr 2006 weckt Autor Dr. Holger Dux nun Erinnerungen aus Aachens Wirtschaftwunderzeiten:
Die angekurbelte Wirtschaft brachte die Vollbeschäftigung. Erstmals startete man großzügige Werbekampagnen, um Ausländer anzuwerben. Man brauchte Arbeitskräfte.
Tuche aus Aachen war über die Stadtgrenzen hinaus ein Begriff. Aber nicht nur für die Tuchherstellung brauchte man Arbeitskräfte. Auch in den meisten anderen Bereichen boomte die Wirtschaft.
Im Privaten waren die Lebensbereiche noch stark reglementiert. Man lebte nach strengen Werten und Normen.
Die ersten jungen Leute („Halbstarke“ nannte man sie etwas abfällig) lehnten sich gegen die Eltern auf und nicht nur gegen die. Andere lernten Tanzen und Benimmregeln. In Aachen bei den Tanzschulen Hayden, Rademacher und Theisen ...
Mitunter verabredete man sich „auf ein Bier ins „Kolibri“ oder knutschte mit der Freundin in der letzten Reihe im „Ali“, wovon die Eltern natürlich nichts wissen durften.
Joséphine Baker trat im „Femina“ auf, und Vico Toriani wurde im Edenpalast umjubelt.
Petticoats, Blue Jeans und Rock ‘n’ Roll begannen die Jugend zu erobern. Alte Ideale begannen zu bröckeln.
Die Gesellschaft stand vor einem Umbruch.